Die meisten Radfahrer kontrollieren Reifendruck und Kettenöl regelmäßig. Was fast niemand prüft: die Speichenspannung – dabei entscheidet genau sie darüber, wie lange ein Laufrad hält und wie sicher es läuft.
Was bei ungleicher Speichenspannung passiert
Ein Laufrad besteht aus 20 bis 32 Speichen, die gemeinsam die Felge unter Spannung halten. Sind diese Spannungen ungleich verteilt, entsteht punktuelle Materialermüdung. Felge oder einzelne Speichen versagen fast immer genau dort, wo die Spannung am ungünstigsten verteilt ist – meist schleichend, oft ohne Vorwarnung.
Das Tückische: Ein Laufrad kann optisch noch gerade laufen, obwohl die Spannung längst ungleich verteilt ist. Schlag und Höhenschlag sind meist erst spätere Symptome eines Problems, das schon länger besteht.
Zentrieren ist nicht gleich Zentrieren
Klassisches Zentrieren „nach Gehör" verlässt sich auf die Erfahrung des Mechanikers, der die Spannung jeder Speiche über den Klang beim Anzupfen einschätzt. Das funktioniert – aber es bleibt eine Schätzung.
Bei ZentroRad messen wir stattdessen mit TRUDI, einem computergesteuerten Zentriersystem: Es erfasst die Spannung jeder einzelnen Speiche einzeln und gleicht sie mit einer Genauigkeit von bis zu 0,1 mm an, sodass die Spannung gleichmäßig über alle Speichen verteilt ist. Das Ergebnis sind objektive, dokumentierte Werte statt Vermutungen – Sie sehen genau, was gemessen und was verändert wurde.
Richtig gespannt von Anfang an
Ein häufiger Irrtum: „Neue Laufräder müssen sich erst setzen." Tatsächlich ist das ein Zeichen dafür, dass die Speichen beim Aufbau nicht ausreichend vorgespannt (entspannt) wurden. Ein professionell zentriertes Laufrad wird während des Aufbaus gezielt unter Last gesetzt, sodass sich die Spannung nicht erst nach den ersten Ausfahrten „einläuft" und wieder nachjustiert werden muss. Richtig gespannt heißt: von der ersten Fahrt an stabil – nicht erst nach der dritten Nachzentrierung.
Woran Sie erkennen, dass Ihr Laufrad neu zentriert werden muss
- Sichtbarer Schlag beim Drehen des Rads (seitlich oder auf-ab)
- Die Bremse schleift periodisch, obwohl sie korrekt eingestellt ist
- Einzelne Speichen fühlen sich beim Anfassen merklich lockerer an als die Nachbarspeichen
- Ein „Ping"- oder Knackgeräusch beim Fahren, das mit jeder Radumdrehung wiederkehrt
- Das letzte Zentrieren liegt mehr als ein Jahr oder eine intensive Saison zurück
Regelmäßige Wartung lohnt sich
Auch ein sauber gebautes Laufrad profitiert von einer jährlichen Kontrolle – besonders nach einer intensiven Saison, einem Sturz oder wenn Sie regelmäßig auf unebenem Untergrund fahren. Eine Inspektion dauert in der Regel nur wenige Minuten; ist eine Zentrierung nötig, besprechen wir Kostenvoranschlag und weiteres Vorgehen direkt vor Ort.
Vor Ort in Frankfurt (Oder) oder bundesweit per Post: Buchen Sie einen Vor-Ort-Termin oder schicken Sie Ihr Laufrad ein – wir sagen Ihnen genau, woran Ihr Laufrad steht.
